Bist Du ein smarter Blogger?

Der TRUSTED-BLOGS Pre-Release-Blog ;-)

Betreibst Du Deinen Blog als öffentliches Tagebuch? Oder möchtest Du mit Deinem Blog unterhalten und dafür Aufmerksamkeit bekommen? Dann bist Du kein smarter Blogger!

Das jedenfalls schreibt Vladislav Melnik in seinem bekannten affenblog. Wörtlich steht dort:

Smartes Bloggen ist nicht nur Entertainment […] Denn smarte Blog haben nicht viel mit stumpfer Aufmerksamkeit gemeinsam.

Der Beitrag, in dem Vladislav dies schreibt, handelt vom Geld verdienen mit dem Bloggen. Der affenblog dreht sich ingesamt eigentlich nur um dieses Thema. Das muss man wissen, um das obige Zitat in den richtigen Zusammenhang bringen zu können: Vladislav verdient Geld, indem er anderen Bloggern erklärt, wie man mit dem Bloggen Geld verdienen kann.

Es ist wunderbar, wenn schlaue Menschen ihr Wissen weitergeben. Und es ist absolut legitim, wenn sie dafür auch ein Honorar verlangen. Zum Beispiel, indem sie dieses Wissen als E-Book verkaufen, oder in einem kostenpflichtigen Forum bereitstellen. Und indem sie einen Blog betreiben, um auf ihre Produkte und Leistungen aufmerksam zu machen.


Eine Wertung der Blogger vorzunehmen, so wie Vladislav es in seinem Beitrag getan hat, finden wir allerdings nicht legitim. Denn damit steckt er alle Blogger in eine Schublade und unterstellt, dass nur diejenigen smart sind, die mit dem eigenen Blog ein Business aufbauen wollen – und dabei selbstverständlich die Regeln befolgen, die er in Blog, E-Book und Forum vermittelt.

Die Regeln und die Erfolgsgeheimnisse mögen richtig oder falsch sein. Darum soll es hier nicht gehen und das wollen wir nicht beurteilen. Wir kennen das E-Book zum Beispiel nicht.

Wir wollen darauf hinweisen, dass es viele Blogger gibt, die andere Motive haben, als damit Geld zu verdienen. Blogger, die sehr viel Zeit investieren, um hochwertige und äußerst interessante, lustige, unterhaltsame, spannende oder informative Blogs zu betreiben. Blogger, die dabei nicht ihren Kontostand im Sinn haben, sondern die ein anderes Motiv bewegt. Sie alle

BLOGGEN AUS LEIDENSCHAFT

Wie eine nicht repräsentative Umfrage von Ines Schaffranek zeigt, ist Leidenschaft der Antrieb für die Mehrheit der Blogger, und nur selten sind es finanzielle Motive. Diese Blogger sollen nach Vladislavs Definition alle nicht smart sein? Seine Behauptung stellen wir hiermit in Frage. – Und wir gehen sogar einen Schritt weiter. Wir behaupten:

„Blogger aus Leidenschaft“ sind viel smarter
als diejenigen, die damit ein Business betreiben wollen!

Wie seht ihr das? Feuer frei für Eure Meinung!

20 Gedanken zu “Bist Du ein smarter Blogger?

  1. „Bist du ein smarter Blogger?“ Ein herrlicher Anreisser und Aufreger 😉 Aus seiner Perspektive hat Vladislav sicherlich recht: Wer mit seinem Blog Geld verdienen will/muss, muss mehr bieten als Entertainment. Aber mir ist das zu eindimensional. Ich sehe mich als „ehrenamtlichen Blogger“, um eine gute Idee von weiter oben aufzunehmen.

    Für mich als Leser sind die „pro bono“ Blogs allemal lesenswerter – wenn mich das Thema berührt. Blogs, die dem Broterwerb dienen sollen, empfinde ich in der Masse eher uninteressant. Weil viele eben nach einem Strickmuster, wie es z. B. Vladislav propagiert, gewirkt sind.

    Für mich ist smart, wer seine Leser findet, gewinnt und bindet. Ob man das dann monetarisiert, hat mit smart m. E. wenig zu tun. Das ist eine Frage der Geschäftstüchtigkeit.

    1. Vielen Dank für Dein Statement, Jörg! Dein Fazit kann ich komplett unterstreichen. Wer einen Blog betreibt – egal ob aus Spaß oder aus finanziellem Interesse – sollte immer einen Perspektivwechsel vornehmen und sich den Blog aus Sicht der Leser anschauen. Leider vergessen das immer noch viel zu viele Autoren. Wer sich aber immer wieder fragt, was der Leser von einem Blogpost hält, der schafft es auch, diese an sich zu binden.

  2. Ich sehe das Thema genauso wie ihr. Letztendlich bedeutet „smart“ immer noch „clever“. Und warum sollte es nicht „clever“ sein, innerhalb seines Thema’s seinen Lesern einen Mehrwert zu bieten?

    Mir ist es viel wichtiger, mit meinen Erfahrungen zu helfen und Spaß dabei zu haben.

    1. Danke für Dein Feedback Kellie – und natürlich auch vielen Dank für Dein Interesse an unserem Projekt: Deine Seite über Yorkshire-Terrier finden wir sehr interessant!

  3. Der Duden gibt auch hier mal wieder Auskunft: Smart = clever, gewitzt….
    Ich bin clever genug, zu wissen, dass ich mit meinem Blog kein Geld verdienen will und gewitzt genug, trotzdem ein Blog zu führen, weil ich Bock drauf hab.

    Und wer ist der smartere Blogger? Der der schreiben muss, damit die Kohle reinkommt und dann solche zumindest hinterfragenswerte Thesen aufstellt, oder der, der aus einem wie auch immer gearteten Mitteilungsbedürfnis heraus schreibt und sich über jeden freut, den es interessiert…

    Ich halte mich -zumindest nach meiner Definition auf Basis eines allgemein anerkannten Nachschlagewerks- für einen ziemlich smarten Blogger… Und vielleicht habe ich ja in der nächsten Zeit ein wenig Muße, optisch am Blog was zu basteln… Und zwar weil ich Lust dazu habe und nicht weil es aus SEO- oder sonstigen Gründen erforderlich ist, um besser gefunden zu werden…

    1. Ich finde Deine Ansicht zu diesem Sachverhalt sehr smart, Michael: Auf die Idee, mal im Duden nachzuschlagen, hätte ich auch kommen können… Kompliment dafür – und auch für Deine Interpretation dazu! 🙂

      Auch Dir vielen Dank für den erfrischenden Kommentar!

  4. Hallo Eddy!

    Ich blogge nicht um als „smart“ zu gelten, oder einer anderen externen Bewertung gerecht zu werden. Ich blogge, um meiner Leidenschaft zu folgen!

    Wenn das nicht smart sein soll… so what? Wenn man dieser Logik folgt, ist Sex übrigens nur dann „smart“, wenn man damit Geld verdient. Schon komisch. 😉

    Ich glaube, dass diese „Blogblase“ ohnehin bald platzen wird. Der Gedanke, dass „jeder jedem jederzeit alles verkaufen kann“ ist völlig naiv. Wenn ich mich in der Blogwelt umsehe, langweilen die stereotypen „Hochglanzblogs“ unendlich. Die gleichen Bilder aus den Stocks, die gleichen Überschriften (weil die ja verkaufen) und die gleichen penetranten Verkaufsangebote. Ich muss nicht mal mehr zur Tür gehen, um sinnlose Geschäfe abzuschließen.

    Ich freue mich über jeden erfrischend anderen Blog den ich finde!

    Gruß Axel

    1. Ähm, ein interessanter Vergleich, Axel! Ich würde mal sagen: Bloggen aus Leidenschaft ist sexy 😉

      Deine Gedanken zur „Blogblase“ kann ich nachvollziehen. Auch ich lese lieber Blogs, in denen authentisch und persönlich geschrieben wird, anstatt in „Verkaufsblogs“, in denen ja doch die immer gleichen Phrasen gedroschen werden. Letztere werden auf TRUSTED-BLOGS nicht zu finden sein.

      Danke vielmals für Dein Statement!

    2. Moin AXELLOEWENSTEIN
      Moin Eddy
      Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen +AXELLOEWENSTEIN.
      Hatte heute Morgen schon den Gedanken gehabt, genau darüber einen Artikel zu schreiben.
      Ich will nichts verkaufen, außer meiner Leidenschaft. Ich will auch nicht gleich sein oder gleich aussehen.
      Anders sein und wenn es auch aus den Rahmen fällt. Aber weder ich und ich glaube weder du +AXELLOEWENSTEIN, wollen in einen Rahmen passen, der ja wenn möglich auch noch die selbe Farbe und Form hat.
      Aber smart sind wir ja allemal. :)))

      1. Moin Ede-Peter!

        Ich bin gerne mal anders, aber ich achte auch sehr genau darauf, dass dies nicht zum Selbstzweck wird.

        „Ich will nicht anders sein, um einfach nur anders zu sein!“

        Ich sehe mich eher als „Rulebreaker“. Jedes Regelwerk hat seine Lücken, die ein guter Ansatz für den Hebel sind. Wenn man diese „Schwachstelle“ gefunden hat, dann kann man die Marketingstrategen ziemlich alt aussehen lassen. Wenn man das denn will.

        Dennoch: Kein Mensch wird gezwungen einen „smarten Blogger“ für seine Dienste zu bezahlen. Das geschieht freiwillig und ist somit für mich absolut legitim! Auch ich habe solche Dienste schon in Anspruch genommen. Es sind immer weider Tipps und tricks dabei, die mich schneller und effektiver zu meinem „Blogziel“ führen.

        Was ich allerdings niemals verstehen werde, ist die Tatsache, dass viele junge Blogger bewusst aus der „Uniformität“ des heutigen Alltags ausbrechen, um sich dann hier eine neue digitale Uniform überzustreifen. Es gibt leider nur ganz wenige Blogger, die wirklich etwas Neues und Bleibendes erschaffen.

        Bloggen und Bloggen lassen! 😉

        Gruß Axel

        1. “Ich will nicht anders sein, um einfach nur anders zu sein!” da muss ich dir auch wieder Recht geben Axel. Ist aber auch nicht das, was ich unbedingt damit meinte. Denn ich möchte ebenso wenig eine Uniform mit der anderen tauschen (wie du es so treffend formuliert hast).

          Das wichtige ist seinen individuellen Stil nicht zu leugnen / aufzugeben, den Spaß und die Leidenschaft auf lange Sicht zu haben und zu behalten.

          Ich hoffe für mich, das ich evtl. zu denen gehören werde (irgendwann einmal), die länger bleiben und vllt. sogar noch einen „bleibenden Eindruck / Block“ hinterlassen oder schaffen.
          Gruß
          Ede

  5. Hey Eddy,
    es wäre für mich erst einmal wichtig festzustellen, was ein Smarter Blogger ist und ob es überhaupt erstrebenswert ist, smart zu sein.
    Respektlos finde ich aber auch die Behauptung, das Blogger die KEIN Geld verdienen wollen, nicht smart sind (was auch immer das bedeuten mag).
    Ich persönlich betreibe zwei Blogs und eine Website und ich hatte, als ich begonnen habe, ganz sicherlich nicht meinen Geldbeutel als Ausgangspunkt. Meine Motivation war und ist die Leidenschaft am schreiben, weil es mir eben Spaß macht. Was vllt. noch wichtig sein / werden könnte, wäre eine gewisse Anerkennung in Form von Besuchern und Kommentaren zu bekommen. Ich denke mal, dass das der eigentliche Gewinn ist für mich.
    Vielen Dank für deine Ausführungen, die ich mit großem Interesse gelesen habe.
    Gruß
    Ede

    1. Du sprichst mir aus der Seele, Ede – vielleicht liegt es ja an den ähnlichen Vornamen. 😉 Ich betreibe meinen Laufblog ebenfalls aus Leidenschaft und ohne Blick auf meinen Kontostand. Die Leser und deren Feedback machen mir immer wieder Lust auf neue Beiträge. Und schon oft konnte ich durch diverse Kommentare meinen eigenen Horizont erheblich erweitern.

      Smart oder nicht smart – das ist hier die Frage. Und ich schrieb es auch zu Stephans Kommentar: Smart und Qualität sind in diesem Fall nicht gleich zu setzen.

      Danke Dir für Deine Ansichten!

  6. Vladislavs Definition von smart ist „Geld verdienen“. Das kann jeder (Blogger) für sich selbst festlegen. Ich finde, dass sich Business und Leidenschaft nicht ausschließen. Im Gegenteil, sie bedingen einander. Und Vladi wäre ziemlich unsmart, wenn er für sein Wissen kein Geld nehmen würde. Chacun à son goût.

    1. Jeder nach seinem Geschmack (Chacun à son goût) – das ist natürlich korrekt, Nadja. Und ich unterstreiche das sofort. Es ist meiner Ansicht nach halt nicht richtig, dass Vladi Blogger als „nicht smart“ bezeichnet, die mit ihrem Blog kein Geld verdienen wollen, sondern nur Spaß haben. Hier sollte der Spruch genau so gelten 😉

      Und: wenn Business aus Leidenschaft geschieht, dann fühlt es sich nicht mehr wie arbeiten an. „Liebe, was Du tust“.

      Lieben Dank für Dein Feedback!

  7. Es gibt Studien und Untersuchungen die zeigen, das ehrenamtliches Engagement stark davon abhängt, das es keine (!) Vergütung dafür gibt. So lange mit Leidenschaft und Hingabe Zeit investiert wird sind die Leute viel eher bereit sich einzusetzen – so bald es eine Gegenleistung/Vergütung gibt fängt eine Vielzahl der Menschen an, die Relationen neu auszuloten – oft mit dem Ergebnis, dass dann das Engagement bzw. die Zufriedenheit damit sinkt.

    So sehe ich es als Non-Profit-Blogger auch – ich erwarte keine Leistung, keine Einkünfte – und komme damit gut zurecht. Wenn ich mir Gedanken über Gegenleistungen machen würde, käme für mich viel deutlicher zum tragen wie viel Zeit & Geld ich einbringe, damit so ein kleines Blog wie meines überhaupt ein paar hundert Leute erreicht.

    1. Dankeschön für Deinen Kommentar, Daniel. Deine Ausführungen erinnerten mich sofort an das Sprichwort

      „Geld verdirbt den Charakter“

      Ich glaube, es ist oft ein Drahtseilakt, wenn man das Bloggen und das Geld verdienen unter einen Hut bringen will. Wenn Leidenschaft und Authentizität nicht verloren gehen, kann das klappen.

  8. Ich blogge gerne (aus Leidenschaft), auch um zu unterhalten. Um Aufmerksamkeit zu erhalten? Geschieht (wenn es gut läuft) automatisch. Ob ich ein smarter Blogger bin, sollten andere entscheiden. Ist das nicht auch immer ein bisserl subjektiv? Um Geld damit zu verdienen tue ich es jedenfalls nicht (auch wenn die Vorstellung sehr reizvoll wäre).

    1. Per Definition im affenblog bist du mit Deinen Motiven kein smarter Blogger. Meiner Meinung nach allerdings schon.

      Smart bitte nicht mit Qualität gleichsetzen: das sollten in der Tat andere beurteilen 😉

      Vielen Dank für Dein Feedback, Stephan!

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